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Gleichbehandlung der Landesteile unerlässlich

Gleichbehandlung der Landesteile unerlässlich

Wer die Potentiale Westfalens voll entfalten gefördert und weiterentwickelt wissen will, muss mit Sorgfalt auf eine ausgewogene Entwicklung beider NRW-Landesteile achten. Zugleich gilt es, jede separatistische Tendenzen deutlich zurückzuweisen. Eine ausgewogene Verteilung der Schlüsselzuweisungen und Zweckzuweisungen des Landes ist sicher gegeben. Zugleich beklagen wir aber eine deutliche Unausgewogenheit zwischen den beiden Landesteilen bei der Verteilung, Zusammenführung und Neuerrichtung wichtiger Institutionen wie Behörden, wissenschaftlichen Instituten, hervorragenden kulturellen Einrichtungen.
Auch die Verteilung der Gelder aus den Stiftungen des Landes werden wir weiter kritisch begleiten. Und wenn es um die Ausgewogenheit zwischen den beiden Landesteilen Nordrhein-Westfalens geht, dann gehört auch eine Beschäftigung mit der Frage dazu, wie Westfalen in der Wissens- und Medienvermittlung berücksichtigt und dargestellt wird und wie es sich selbst vermarktet.

Die Stiftung Westfalen-Initiative unternimmt deshalb vieles, um bekannt zu machen, dass Westfalen ein „wirkliches Kraftpaket in unserem Land“ ist, wie es die ehemalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft einmal gesagt hat. Die Arbeitslosenquote in Westfalen liegt deutlich unter der des Rheinlandes. Westfalen profitiert wirtschaftlich von einer vielfältigen mittelständisch geprägten Industrie. Viele dieser mittelständischen Unternehmen, oft Familienbetriebe, sind auf internationalen Märkten außerordentlich erfolgreich, ja Weltmarktführer, etwa im Maschinenbau, im Bereich Automotive oder auch in der Chemie, die Medienwirtschaft und die IT-Branche.

Das erstaunt nicht nur Gäste von außerhalb; leider müssen wir feststellen, dass diese Fakten auch im Land Nordrhein-Westfalen und auch in Westfalen selbst nicht genügend bekannt sind. Immer wieder erscheint die Region in einem doch schrägen Licht, nämlich als ländliche, überwiegend agrarische geprägte Region mit vorwiegend dörflicher Siedlungsstruktur.
Dieses falsche Image wollen und müssen wir ändern. Daran arbeiten wir – gemeinsam mit allen Interessierten.

  • Datum 23. November 2017
  • Schlagwörter Standpunkte