Der Stifter Martin Leicht

Unser 1998 im Alter von 58 Jahren verstorbener Stifter Martin Leicht hat sich Zeit seines Lebens für das Wohl der Gesellschaft und öffentliche Belange eingesetzt. So rief er beispielsweise eine Knochen- und Gewebebank an der Universität Münster ebenso ins Leben wie den „Westfälischen Friedenspreis“, den die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe anlässlich des Jubiläums „350 Jahre Westfälischer Friede“ stiftete. Er engagierte sich in der Politik, im Bundesverband Junger Unternehmer als dessen Bundesvorsitzender und dann lange Jahre als Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer. Er war der festen Überzeugung, dass „das Subsidiaritätsprinzip in idealer Form das aufeinander aufbauende Zusammenwirken individueller und gemeinschaftlicher Verantwortungsbereiche regelt, überschaubare Einheiten schafft, stärkt und erhält und in allen Lebensbereichen die Bereitschaft für persönliche Verantwortung fördert“ So hat er es kurz vor seinem Tod in die Präambel unserer Stiftung geschrieben, deren Errichtung er mit dem größten Teil seines Vermögens testamentarisch verfügte. Erworben hatte er sein Vermögen durch kluge und konsequente unternehmerische Tätigkeit. Er war ein Mensch, der sich und anderen hohe Ziele setzte. Mit seiner unbändigen Energie und seiner Lust auf Leistung konnte er andere Menschen mitreißen.

Martin Leicht war davon überzeugt, dass Solidarität am besten als Hilfe zur Selbsthilfe organisiert werden sollte. Und als überzeugter Westfale setzte er sich mit ganzer Kraft ein für ein starkes Westfalen in einem „Europa der Regionen“. Deshalb wollte er die regionale Identität und Bedeutung Westfalens innerhalb der Europäischen Union stärken.