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Typisch westfälisch

Typisch westfälisch Ein Strandcafé, irgendwo im Ausland, ungezwungen plaudert man mit Einheimischen. Dann kommt die unvermeidliche Frage: „Woher kommst Du?“ Antwort: „Aus Westfalen.“ ??? Ich hätte auch Havixbeck sagen können, Hemer, Hilchenbach oder Hövelhof, der nichtwissende Blick wäre der gleiche gewesen. Ganz anders wäre es, wenn ich aus Unterhaching käme, dann hätte ich einfach Bayern gesagt und ein wissendes Nicken geerntet. Das Kopfkino wäre angesprungen und hätte jede Menge bekannte Klischees abgespult: Berge, Bier und Lederhosen, Knödel, Haxen und Hofbräuhaus, Gamsbart und weiß-blaue Gemütlichkeit, starker Fußball und ebensolche Autos… Welche Klischees tauchen beim Wort Westfalen auf, zu mindestens bei denen, die es geografisch zuordnen können? Klischees und Gemeinsamkeiten Es ist die Region rechts vom NRW-Bindestrich. Dort trinkt man Korn, isst Pumpernickel und Schinken dazu. Die Menschen sind eher stur, arbeitsam und reden nicht viel. War’s das schon? Und wer ist eigentlich Westfale? Ein Blick auf die Karte zeigt: Westfalen wohnen im Sauer- und Siegerland, in Wittgenstein und Ostwestfalen, in Minden-Ravensberg, natürlich im Münsterland aber auch im östlichen Ruhrgebiet. Was aber haben beispielsweise die Gelsenkirchener und die Münsteraner, die Paderborner und die Siegener gemeinsam? Gibt es da etwas? Das ist ein Thema der Ausstellung „200 Jahre Westfalen. Jetzt!“. Die Ausstellungmacher/innen untersuchen, […]

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Chancen für die Stiftungsarbeit

Anlagerichtlinien und reale Immobilien bieten in Zeiten niedriger Zinserträge gute Chancen zur Finanzierung der Stiftungsarbeit. Das wurde deutlich beim Workshop des Stiftungsverbundes Westfalen-Lippe.

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Von der Ersthilfe zur Integrationsarbeit

Nachdem die erste Not der Ankömmlinge gelindert war, hat die Flüchtlingshilfe Schieder-Schwalenberg verstärkt die individuellen Bedürfnisse der Neubürger ins Zentrum ihrer Aktivitäten gerückt. Mit diesem Ansatz ist die Aktion Flüchtlingshilfe eines von zehn Starterprojekten des Ehrenamtswettbewerbs WestfalenBeweger 2018/19.

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Organisatorische Neuausrichtung

Mit einer Satzungsänderung hat der Verein Westfalen-Initiative die formale Voraussetzung für eine gemeinsame organisatorische Neuausrichtung mit der gleichnamigen Stiftung geschaffen.

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Der Knopf – aus Südwestfalen in die Welt

Der Knopf – aus Südwestfalen in die Welt Knopflos lebt keiner. Knöpfe braucht man immer. Also machen wir welche! So oder so ähnlich haben wahrscheinlich die findigen Fabrikanten gedacht, die einst Lüdenscheid zur Knopfstadt und weltbekannt machten. Alles begann Ende des 18. Jahrhunderts und aus der guten Idee entstand eine äußerst lukrative Einnahmequelle, die bis nach dem zweiten Weltkrieg sprudelte. Lüdenscheid, London, New York Lüdenscheider Knöpfe waren ein Exportschlager. Sie zierten Hemden, Hosen, Jacken, Kleider in ganz Europa. Sie wurden in den Nahen Osten geliefert und nach Indien, man exportierte in die USA, nach Mexico und Brasilien, sogar nach Australien und China. Manche Fabrikanten hatten Filialen in Ost- und Westindien. Die Firma P.C. Turck Wwe unterhielt eigene Verkaufsagenturen in den internationalen Modezentren Berlin, Wien und Mailand, in London und New York. Wie exotisch muss das für die Menschen geklungen haben, die im ländlichen Südwestfalen die Knöpfe herstellten? Sie wurden lange Zeit weitgehend von Hand und oft noch in Heimarbeit gefertigt. Und von der Knopfherstellung profitierten bald auch andere Branchen, wie die der Graveure und Werkzeugmacher. Knopf mit Stil Der Knopf an sich, hat eine lange Geschichte, schon die Germanen trugen Bronzeknöpfe an ihren Kitteln. Als Nachfolger von Knebeln und Fibeln […]

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Turmbau für König, Fürst und Vaterland

Turmbau für König, Fürst und Vaterland Von hier aus ist der Blick über das Ruhrtal phantastisch. Wer bei klarer Sicht die 127 Stufen des Dortmunder Vincke-Turms auf der Hohensyburg hinaufsteigt, kann tief unter sich die winzigen Segelboote auf dem Hengsteysee beobachten, die Lennemündung sehen und über die Nachbarstadt Hagen hinweg bis ins Sauerland schauen. Der trutzige Turm steht auf Dortmunds höchster Erhebung und es sieht auf den ersten Blick so aus, als gehörte er zur Ruine der mittelalterlichen Syburg. Doch er ist keineswegs ein Wehr-oder Wachturm. Der neugotische Vincke-Turm wurde erst 1857 eingeweiht. Es war die Zeit der steinernen Denkmäler. Turmbauten erfreuten sich besonderer Beliebtheit. Hagen bekam damals vier, Dortmund zwei und Bochum einen Turm. Die meist begehbaren Bauwerke entstanden zum Gedenken an große Männer, ihr Wirken, ihre Ideen und vor allem als Ausdruck der politischen Gesinnung ihrer Erbauer. Bauboom und Erinnerungskult Dieser besondere und heute nur schwer zu verstehender Bauboom ging aus vom begüterten und gebildeten Bürgerturm des 19. Jahrhundert. Man schuf Symbole für ein neues, kollektives Bewusstsein, manifestierte einen preußisch-nationalen Erinnerungskult und sprach die Gefühle breiter Bevölkerungsschichten an. Ein Turm für Vincke, einer für Stein, einer für … Der etwa 26 Meter hohe, achteckige Vincke-Turm war der erste Denkmalturm im Ruhrtal. Ihm […]

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Buntes Borstenvieh und andere Tiere

Buntes Borstenvieh und andere Tiere An der Fleischtheke im Bioladen – heute im Angebot: Mettwurst vom Bentheimer Landschwein. Da wird auch schon eine Kostprobe angeboten. Lecker. Aber fettig. Na, so sind sie eben, die Bunten Bentheimer, die es heute anscheinend wieder öfter gibt. In den 1960er Jahren war die in Westfalen so beliebte Schweinerasse fast ausgestorben. Und wie sieht so ein Landschwein aus, bevor es im Laden landet? Glücklich, hoffentlich. Glücklich auf der Schweineweide Noch Ende der 1990er-Jahre waren die Bentheimer „museumsreif“. Das Westfälische Freilichtmuseum in Detmold gehörte zu denen, die sich um den Bestand der Rasse bemühten. Als erste zogen die beiden Sauen Olympia und Olivia dort in den historischen Stall ein, hielten sich aber am liebsten draußen auf. Besucher wurden gern am Zaun begrüßt und bei der Futtersuche verwandelten sie die große Weide bald in einen gut durchpflügten Acker. Groß waren die beiden Muttertiere, recht lang, schwarz gefleckt, ordentlich behaart und ziemlich zufrieden. Laut grunzend drückten sie ihre Nasen in den Boden. Piercing für Unkraut-Vernichter „Schweine sind Allesfresser“, erklärt Agnes Sternschulte, sie ist Landschaftsökologin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe. „Schweine holen Wurzeln aus der Erde, aber auch Kleintiere, alles was sie finden. Früher hat man sie auch eingesetzt, damit sie die lästigen Queckenwurzeln […]

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Kooperation dient allen

Kooperationen der westfälischen Teilregionen sind Innovationsmotoren für die ganze Region. Eine Studie soll konkrete Handlungsansätze aufzeigen.

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Erfolgreich auf vier Hufen

Erfolgreich auf vier Hufen Westfalen und die Pferde Herzogliche Wildpferde, Frischsamen-Lieferanten im Landgestüt, ein Pferdemuseum im Zoo, und der Springer im Landeswappen – Keine Frage, Westfalen ist Pferdeland. Und mit mehr als 500 Reitvereinen gilt es als Hochburg des Pferdesports. Fanpost für die Wunderstute Das Pferd – Projektionsfläche für Sehnsüchte, Hauptdarsteller in Sagen, Legenden und Kultfilmen, Zauberwesen, Glücksbringer und ist vor allem verlässlicher Freund des Reiters. So wie die legendäre Stute Halla. Obwohl sie keine Westfälin war, steht ihre lebensgroße Bronzestaue in der Nähe von Deutschlands Reiter-Hauptstadt Warendorf. Dort wurde sogar eine Straße nach Halla benannt. 1956 trug Halla – so gut wie führungslos – den verletzten Hans Günter Winkler fehlerfrei durch den Springparcours zu olympischem Gold. Winkler und sein Pferd waren ein Dreamteam und der Mythos der Wunderstute lebt fort. Insgesamt holten die Beiden zusammen 125 Titel und drei Mal Olympisches Gold. Noch im Ruhestand (bei Warendorf) bekam Halla Zucker-Pakete geschickt und sogar Fan-Post aus dem Ausland, adressiert an „Halla, Deutschland.“ Dabei war Halla nicht mal von edlem Geblüt, das Nachkriegskind war eine Kreuzung aus französischer Beutestute und Traberhengst. Eine Ausnahmeerscheinung. Achtung, eilige Fracht! Frischsamen aus Warendorf Eine feste Größe in der Pferdezucht Westfalens ist dagegen das Landgestüt Warendorf, das im Jahr […]

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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile Deutschlands Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezeichnet sich selbst als Westfalen und wird bundesweit in der – besonders überregionalen – Presse als solcher tituliert. Dies ist nur ein Beispiel, das die Eignung Westfalens als Begriff zur Verortung belegt. Er ist im Gegensatz zu neu konstruierten (Sub-)Regionen historisch fundiert und kann deshalb anknüpfen an Vorzüge, Eigenschaften und Einstellungen, mit denen die Region und ihre Menschen identifiziert werden. Westfalen ist also ein wichtiger politischer, kultureller und gesellschaftlicher Handlungsraum mit reicher Geschichte und einer Größe, die im Wettbewerb der Regionen bestehen kann. Im öffentlichen Bewusstsein aber hat es oft nur ein diffuses Image. Deshalb sind öffentliche und private Akteure schon lange aktiv, um die Region nach innen und außen zu stärken sowie ihr (Selbst-)Bild zu schärfen und strategisch nach innen und außen zu kommunizieren. Es geht darum, die Region in ihrer Gesamtheit zu repräsentieren. Westfalen zu einem stets präsenten relevanten Bezugsrahmen zu machen, ist ein dauernder Prozess. Die Stiftung Westfalen-Initiative stellt sich dieser Herausforderung. Es bedarf aber der Beteiligung aller, die hier leben, arbeiten, produzieren und regieren. Die Bevölkerung insgesamt muss sich wiederfinden, sei es als Arbeitnehmer oder Unternehmer, Politiker oder Kulturschaffender. Sie alle verfolgen ihre […]

Region ist Kraftzentrum

Westfalen ist ein wirtschaftliches Kraftzentrum in NRW, das die Unterstützung der Landesregierung verdient. Darüber sind Staatskanzleichef Nathanael Liminski und Dr. Peter Paziorek, Vorsitzender des Vereins Westfalen-Initiative, einig.

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Carl Berg und der Traum vom Fliegen

Carl Berg und der Traum vom Fliegen Carl Berg hatte Geld, Visionen und Pioniergeist. Der erfolgreiche Unternehmer aus Lüdenscheid war Geburtshelfer des ersten Zeppelins, und seine Firma lieferte Jahrzehnte lang Material für die Giganten der Lüfte. Aber der Reihe nach. Man schrieb das Jahr 1889. Es war Weltausstellung in Paris, und Carl Berg fuhr hin. Zurück in Lüdenscheid, so wird es kolportiert, überreichte er seinem Buchhalter ein Stück Aluminium mit den Worten: „Es ist so teuer wie Silber. Schließen Sie mir es vorerst in den Geldschrank!“ Ein Stoff zum Abheben: Silber aus Lehm Das industriell gefertigte, super leichte „Silber aus Lehm“ war eine Sensation. Berg war fasziniert. Er experimentierte mit dem neuen Werkstoff und wurde zum Wegbereiter für die weiterverarbeitende Alu-Industrie. Bereits 1894 meldete er eine Aluminium-Legierung zum Patent an. Jetzt galt es, neue Märkte und ertragreiche Verwendungsmöglichkeiten zu finden. So ist es nicht verwunderlich, dass eines Tages David Schwarz bei Berg vor der Tür stand. Der kroatische Holzhändler (eine geheimnisumwitterte Gestalt) wollte ein lenkbares Luftschiff bauen. Das hätte eine Lizenz zum Gelddrucken werden können, denn insbesondere das Militär war äußerst interessiert, hatte man doch bereits im deutsch-französischen Krieg von 1770/71 mit Ballonen als Transportmittel experimentiert. Eine eher unerfreuliche Erfahrung, da […]

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Ein westfälisches Weihnachtsessen

 Ein westfälisches Weihnachtsessen Gutes soll auf den Tisch, wenn die Familie unterm Tannenbaum zusammenkommt. Schon geplant für dieses Jahr? Oder gibt es vielleicht immer DAS EINE Weihnachtsessen, weil es so Familien-Tradition ist? Wir haben mal rumgefragt, was eigentlich ein wirklich westfälisches Weihnachtsgericht ist. Vielleicht Blindhuhn, Pfefferpotthast oder gar der Westfälische Rosenkranz? Resultat: Jeder hatte eine andere Antwort. Was tun? Am besten eine Koryphäe der Kochkunst fragen. Wir haben uns an Henriette Davidis gewandt. Die 1801 in Wengern an der Ruhr geborene Pfarrerstochter war eine berühmte Köchin mit guten Manieren und Geschäftssinn. Aus ihrer Feder stammen nicht nur Rezeptbücher, sie verfasste auch Ratgeber mit praktischen Lebenshilfen für Mädchen und jungen Frauen. Eines ihrer bekanntesten Werke heißt „Beruf der Jungfrau“*. Es war gedacht als „Mitgabe für Töchter bei ihrem Eintritt ins Leben“. Ein schönes Beispiel für Zeitgeist und Lebensstil im 19. Jahrhundert ist auch ihr Buch „Puppenköchin Anna“**. Es sollte kleinen Mädchen helfen, „sich hausfrauliche Tugenden wie Reinlichkeit und Sparsamkeit anzueignen“. Vielleicht ein passendes Weihnachtsgeschenk? Doch zurück an den Herd. Im „Praktischen Kochbuch für die gewöhnliche und feine Küche“*** wurden wir fündig. Gans soll es geben. Weil es praktisch, konsequent und sparsam ist, gleich an beiden Feiertagen: Gänsebraten Hat man die Gans […]

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Blut, Schweiß und Tränen …

Blut, Schweiß und Tränen oder „Was uns bewegt …“ Sie pilgern zur Mutter Gottes nach Telgte oder zur Göttin Kamakshi nach Hamm. Sie feiern Sabbat oder brechen das Fasten. In Westfalen gehört religiöse Vielfalt zum Alltag. Das war nicht immer so. Als Berlin – nach 1815 – Beamte in die neue preußische Provinz Westfalen schickte, brachten sie neben preußischer Gründlichkeit auch den Protestantismus mit. Das hatte weitreichende Folgen. Staat und Kirche: Mischehen und andere Konflikte Mit den ökonomischen, politischen und sozialen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts verschob sich das konfessionelle Gefüge. Im urkatholischen Sauerland fühlten sich viele Menschen bedroht von den neu zugezogenen Protestanten. In Arnsberg beispielsweise wurde ein Straßenzug mit repräsentativen Wohnungen samt Kirche für die protestantische, preußische Administration errichtet. Aber es entstanden auch diakonische Einrichtungen, wie die von Bodelschwingschen Anstalten Bethel in Bielefeld. Mit der wachsenden Zuwanderung in der Zeit der Industrialisierung kamen dann katholische Migranten aus den Gebieten des heutigen Polens in das konfessionell gemischte Ruhrgebiet. Es gab Religionsstreitigkeiten, machtpolitisch motivierte Auseinandersetzungen, Maßregelungen, die zu Gegenreaktionen führen und sogar Auswanderungswellen in Westfalen. Sogenannte Mischehen zwischen Partnern verschiedenen Konfessionen erregten die Gemüter. Zwar sollte der Einfluss der Kirche auf den Staat bereits ab 1871 mit Gesetzen zurückgedrängt werden, doch noch in […]

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Degge Duffeln und tolle Knollen

Degge Duffeln und tolle Knollen Wer erntet eigentlich die dicksten Kartoffeln in Westfalen … ? „Ganz klar“, würden die Ferndorfer sagen, „WIR!“ Denn bei ihnen wachsen Degge Duffeln. Eine davon soll, Anno 1934, so groß gewesen sein, dass sich ein ausgewachsener Mann bequem in ihrem Schatten niederlassen konnte – so heißt es in einer gern erzählten Anekdote. Das kleine Ferndorf gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein und ist Teil der Stadt Kreuztal. Eine Gegend, die auch kulinarisch etwas zu bieten hat. Zum Beispiel Riewekooche, eine Siegerländer Kartoffel-Spezialität, die oft wie ein Kuchen in einer Form gebacken wird. Schmatzebäckel, Klürse bed Schdibb, Sejerlänner Bäckel, Riewewaffeln, Gebroarene Duffeln, Duffelnsobbe, Duffelnsalload gehören auch dazu. „Kartoffeln und Kohl gedeihen wohl am Besten im rauhen Siegerländer Klima … und auch mit wenigen Dingen lässt sich ja etwas Leckeres zaubern“, schreibt der Verein zur Pflege der Dorfgemeinschaft Ferndorf e.V. auf seiner Rezeptseite. Überhaupt ist die westfälische Küche ohne Kartoffeln undenkbar. Es gäbe keinen Pickert, keine Potthucke und auch auf Himmel und Erde müssten wir verzichten. Königlicher Kartoffelbefehl und Tartoffeli für den Grafen Doch seit wann wächst die nahrhafte Knolle überhaupt in Westfalen? Der „Alte Fritz“ – also Preußenkönig Friedrich der II. – soll sie eingeführt haben, per Kartoffelbefehl von 1756. Aber der war in Westfalen nicht […]

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Bomberg – westfälischer Eulenspiegel?

Bomberg – westfälischer Eulenspiegel? Was für ein Kerl! Er raste mit seinen Kutschen über Stock und Stein, hinterließ so manches Wirtshaus, in dem er zechte, als Trümmerfeld, stoppte Züge dort, wo es ihm beliebte auszusteigen und machte mit seinen derben Späßen auch vor Adel und Würdenträgern nicht halt. Die Rede ist vom Kammerherrn und Baron Gisbert Freiherr von Romberg II. (1839–1897). Als der „Tolle Blomberg“ ging der übermütige westfälische Baron in die Geschichte ein, nachdem ihn Josef Winkler 1924 in einem  Roman verewigte und Hans Albers ihn 1957 in der Verfilmung  spielte. Im Morgenrock nach Essen Gisberg von Romberg liebte schnelle Pferde und halsbrecherische Kutschfahrten, so sagen die Legenden.  Einmal soll er sogar seine Frau an einem sonnigen Morgen, kurz nach dem Frühstück, noch im Morgenrock, zu einer kurzen Spritztour in den nahgelegenen Wald gedrängt haben. Er hatte den Jagdwagen anspannen lassen und kaum war sie eingestiegen, ging es über Stock und Stein bis auf die Chaussee und weiter durch etliche Orte, bis sie endlich Essen erreichten. Nichts konnte den Baron aufhalten. Vor einem Hotel machte er endlich Halt, brachte seine schluchzende und schimpfende Gattin hinein, und ließ ihr eine Auswahl Kleider in die Suite bringen. Quelle:www.sagenhaftes-ruhrgebiet.de Wie Buldern einen Bahnhof […]

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Eisenherz Westfalens tiefer Süden

Eisenherz Westfalens tiefer Süden „Da fällt mir doch der Draht aus der Mütze!“. Wahrscheinlich war sie „mit heißer Nadel gestrickt“. „Dann schmiede ich doch lieber das Eisen, solange es heiß ist!“. Außerdem habe ich sowieso „mehrere Eisen im Feuer“. Woher kommen diese Redensarten? Ob sie wohl von Eisenschmieden, Drahtziehern und Nadelmachern in Umlauf gebracht wurden? Von denen gab es jedenfalls im Süden von Westfalen viele. Im Jahr 1853 waren dort im Eisenland 660 Gruben aktiv. Beim Bergbau denkt man in Westfalen allerdings zuerst an Kohle und ans östliche Ruhrgebiet. Also Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Recklinghausen …. Zeche Minister Stein oder Auguste Victoria, Rhein-Elbe oder Ewald …. Dabei hatte einst das Siegerland einige der tiefsten Gruben des europäischen Kontinents. Im 19. Jahrhundert wurde im Zuge der Industrialisierung mehr und mehr Erz gebraucht. Südwestfalen entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum des Eisenerzbergbaus und der Weiterverarbeitung. Bis 1965 wurde hier gefördert und es gab hunderte Hüttenplätze. Hergestellt wurde in der Region alles, von der schweren Ofenplatte bis zur ganz feinen Nadel. Davon zeugen Museen, Schaubergwerke und Kulturdenkmäler in der ganzen Region. Und noch heute gibt es metallverarbeitende Betriebe im Siegerland. Kein Wunder, das die Draht- und Nadelherstellung vor allem im nahen Sauerland weit verbreitet war. Mit […]

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Westfalen in der Landesentwicklung angemessen berücksichtigen

Westfalen in der Landesentwicklung angemessen berücksichtigen Westfalen-Lippe dokumentiert seine Leistungsfähigkeit in seinen hervorragenden Teilregionen wie als erfolgreicher Teil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen gleichermaßen. Die Aufstellung des Landesentwicklungsplans (LEP) war eine gute Gelegenheit, Westfalen-Lippe sachgerecht und angemessen in einem der führenden Wirtschaftsräume Europas und der Welt zu positionieren. Nordrhein-Westfalen kann diese Position nur mit Westfalen-Lippe behaupten und ausbauen. Daher ist es nur konsequent, wenn der Landesentwicklungsplan dies am Ende einer intensiven Diskussion auch aufgreift. Der Schlüsselsatz in der Stellungnahme der Westfalen-Initiative dazu heißt: „Kooperation und funktionale Arbeitsteilung sollen insbesondere in den Metropolregionen Ruhr und Rheinland sowie in gleicher Weise in der mittelstandsgeprägten Wachstumsregion Westfalen-Lippe Synergien ausschöpfen und dazu beitragen, die metropolitanen Funktionen im gesamten Metropolraum Nordrhein-Westfalen gezielt auszubauen.“ Die Westfalen-Initiative reiht sich mit dieser Formulierung ein in eine Vielzahl westfälischer Organisationen, die gleichermaßen die besondere Berücksichtigung Westfalen-Lippes einforderten. Besonders zu nennen ist in diesem Zusammenhang die gemeinsame Sitzung der drei westfälischen Regionalräte Arnsberg, Detmold und Münster am 11. März 2016. Deren Ziel war, die gesamte Region als starkes Westfalen-Lippe für eine erfolgreiche Zukunft im überregionalen und internationalen Standortwettbewerb noch besser zu positionieren und ihr in der Landesentwicklung den angemessen Platz einzuräumen. Am Ende dieser herausragenden Veranstaltung stand die einstimmige Verabschiedung einer Resolution, […]

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Gleichbehandlung der Landesteile unerlässlich

Gleichbehandlung der Landesteile unerlässlich Wer die Potentiale Westfalens voll entfalten gefördert und weiterentwickelt wissen will, muss mit Sorgfalt auf eine ausgewogene Entwicklung beider NRW-Landesteile achten. Zugleich gilt es, jede separatistische Tendenzen deutlich zurückzuweisen. Eine ausgewogene Verteilung der Schlüsselzuweisungen und Zweckzuweisungen des Landes ist sicher gegeben. Zugleich beklagen wir aber eine deutliche Unausgewogenheit zwischen den beiden Landesteilen bei der Verteilung, Zusammenführung und Neuerrichtung wichtiger Institutionen wie Behörden, wissenschaftlichen Instituten, hervorragenden kulturellen Einrichtungen. Auch die Verteilung der Gelder aus den Stiftungen des Landes werden wir weiter kritisch begleiten. Und wenn es um die Ausgewogenheit zwischen den beiden Landesteilen Nordrhein-Westfalens geht, dann gehört auch eine Beschäftigung mit der Frage dazu, wie Westfalen in der Wissens- und Medienvermittlung berücksichtigt und dargestellt wird und wie es sich selbst vermarktet. Die Stiftung Westfalen-Initiative unternimmt deshalb vieles, um bekannt zu machen, dass Westfalen ein „wirkliches Kraftpaket in unserem Land“ ist, wie es die ehemalige Ministerpräsidentin Hannelore Kraft einmal gesagt hat. Die Arbeitslosenquote in Westfalen liegt deutlich unter der des Rheinlandes. Westfalen profitiert wirtschaftlich von einer vielfältigen mittelständisch geprägten Industrie. Viele dieser mittelständischen Unternehmen, oft Familienbetriebe, sind auf internationalen Märkten außerordentlich erfolgreich, ja Weltmarktführer, etwa im Maschinenbau, im Bereich Automotive oder auch in der Chemie, die Medienwirtschaft und […]

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Die Zukunft selbst in die Hand nehmen

Die Zukunft selbst in die Hand nehmen In einem geeinten und weiter zusammenwachsenden Europa sollte jede Region ihre Stärke kommunizieren und Aufmerksamkeit erzeugen. Zu einem selbstbewussten Westfalen beizutragen, das seinen Platz im regionalen Gefüge einnimmt, ist unser Auftrag. Westfalen ist ein historischer Raum mit gewachsenen Strukturen, eigenen Mentalitäten, Bindungen und Kulturen. Es ist lebenswert und stark, wirtschaftlich, kulinarisch und kulturell aufregend – und weiß dies oft selbst nicht. Allzu oft reduziert sich Westfalen selbst auf das falsche Klischee einer ländlich-behäbigen Idylle, prädestiniert für Urlaub auf dem Bauernhof. Wenn dies denn überhaupt auch Westfalen ist, so ist die Region ganz sicher weit mehr. Westfalen ist modern und darf selbstbewusst seine spezifischen Eigenheiten herausstellen: eine gesunde, mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur basierend auf einer Vielzahl von Familienunternehmen, deren „westfälischen Charakter“ auch Kunden auf dem internationalen Markt als Qualitätsmerkmal anerkennen und schätzen; eine verlässliche, qualifizierte und motivierte Arbeitnehmerschaft; eine kulturelle Vielfalt und ein enorm breites bürgerschaftliches Engagement. Die Stiftung Westfalen-Initiative verfolgt daher seit ihrer Gründung das Ziel, diese Stäken ins Bewusstsein der Menschen zu rufen, sowohl in der Region als auch außerhalb. Dazu braucht es ganz neue Veranstaltungsformen und Kooperationen, die ein jugendliches Publikum ansprechen und zugleich ein unverbrauchtes Westfalenbild präsentierten, das zeigt: Die Menschen […]

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Subsidiarität schafft Raum für Freiheit

Der Subsidiaritätsgedanke muss in Gesellschaft und Politik gleichermaßen verankert sein

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Trauer um einen großen Förderer der Region

Der verstorbene Dr. Heinrich Hoffschulte wird Westfalen fehlen. Westfalen hat einen großen Förderer der Region verloren.

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Westfalen Impro 6: Schwere Jury-Entscheidung bereits in Vorrunde

21 Bewerber aus acht Ländern haben sich zum internationalen Orgelwettbewerb Westfalen Impro 6 angemeldet.

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Präsentationen der Referenten

Präsentationen von Siegmar Schridde, Günter Schwibbe, Tanja Eigenrauch mehr Downloads finden Sie in der Pressemitteilung

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Rapp-Frick übernimmt Vorsitz im Beirat

Der scheidende FLVW-Präsident Hermann Korfmacher (2.v.l.) und sein Nachfolger Gundolf Walaschewski (r.) begrüßten in Kaiserau die Repräsentanten des Vereins Westfalen-Initiative

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Flächendeckende Vernetzung in Westfalen soll Zukunft sichern

Eine Mahnung an die Landesregierung zur Gleichbehandlung aller Landesteile

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Region soll starke Marke werden

Dr. Peter Paziorek (l.) und Dr. Karl-Heinrich Sümmermann bedankten sich bei Prof. Dr. Jutta Röttger mit einem Kunststich zum Thema Westfälischer Friede.

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Pressekontakt:

Tel.: 0251 591 6406
Fax: 0251 591 3249
Mail: info@westfalen-initiative.de