Die Projekte

Radler 2009

Immer eine Radlänge voraus: Tourenleiter Hajo Gerdemann vom ADFC

Westfalen erfahren - Heimliche Helden

Vierte Radtour der Westfalen-Initiative vom 21. bis 24. Juni 2009


Ostwestfalen steckt voller Marktführer und hidden champions, die auf gut westfälisch auch „heimliche Helden“ genannt werden. So hatte die diesjährige Radtour von Stiftung und Verein  Westfalen-Initiative einen klar wirtschaftlichen Schwerpunkt, ließ aber auch die historischen Sehenswürdigkeiten und die beeindruckende Landschaft nicht aus.

Als erste Station nach dem Start in Altenbeken wurde das innovative Westfalen Culinarium in Nieheim angefahren. Nach der Präsentation westfälischer Back- und Braukunst sowie der Herstellung und Geschichte von Käse und Schinken ging es weiter nach Marienmünster. Die dortige Abtei ist vor allem durch die im Frühjahr 2006 gegründete gemeinnützige Kulturstiftung erhalten worden – ein Musterbeispiel bürgerschaftlichen Engagements. Abends wurde Kloster und Schloss Corvey besucht, eines der bedeutendsten karolingischen Klöster mit einer der wertvollsten Bibliotheken des Landes.

Morgens ging es dann zum ersten hidden champion: Konrad Reitz Ventilatoren ist einer der Markführer unter den Anbietern hochwertiger Industrieventilatoren in Europa. Es folgte der Marktführer in Sachen Türklinken, FSB – Franz Schneider Brakel. Dessen Produkte hat jeder schon einmal in der Hand gehabt. Anschließend wurde noch die Glasproduktion bei Walther Glas in Bad Driburg besichtigt, bevor man sich mit dem einzigen privaten Kurbetrieb Deutschlands, dem von Graf und Gräfin Oeynhausen-Sierstorpff in Bad Driburg, vertraut machte.

In Willebadessen hatte nicht nur die von der OWL Marketing GmbH konzipierte Wanderausstellung „Leadership durch Intelligente Systeme“ gerade Station. Innovation konnte auch der Biomassehof, betrieben vom aus 1.100 landwirtschaftlichen Betrieben bestehenden Maschinenkreis, bieten. Weiter ging es nach Warburg, zu Brauns Heitmann, dem Weltmarktführer für Ostereier-Farben, der aber auch eine Reihe weiterer chemischer und dekorativer Produkte zu bieten hat. Den Tagesabschluss an herausragenden Unternehmen bildete Warburger Brauerei, die ihr Plädoyer für kleine Qualitätsbrauereien materiell untermauerte.

Am letzten Tag ging es zunächst zum Waldinformationszentrum Hammerhof in Warburg-Scherfede, wo u.a. Wisente gezüchtet werden; durchaus beeindruckende Tiere.  Nach der letzten Etappe wurde noch der Kilianstollen, ein ehemaliges Kupferbergwerk in Marsberg, besichtigt. Rund anderthalb Kilometer tief fuhr man mit einer alten Bergbahn in den Berg hinein.

Schließlich waren 220 km zurückgelegt worden, und die knapp 30 mitgeradelten Journalisten und Funktionsträger zeigten sich sehr beeindruckt von den Spitzenleistungen der Region.