Die Projekte

Haus Welbergen

Startpunkt der Tour 2007: Haus Welbergen, Ochtrup

Westfalen erfahren - Grenzerfahrungen

12. August 2007: Westfalen erfahren – international!

 

 Am 12. August 2007 fiel der Startschuss zur dritten Radtour der West­falen-Initiative. Innerhalb der nächsten vier Tage haben die Teilnehmer die Region an der niederländischen Grenze vom Rad aus erkundet und dabei Station an unterschied­lichen Punkten der Wirtschaft, Kultur, Politik und Kunst Westfalens gemacht. „Westfalen erfahren“ sollte – wie bei den ersten beiden Touren – Leistungskraft und Schönheit der Region Westfalen exemplarisch aufzeigen und gleichzeitig neugierig machen auf weitere Höhepunkte.

An der Wasserburg Haus Welbergen in Ochtrup trafen die Teilnehmer zum ersten Mal aufeinander. Unter ihnen befanden sich Journalisten, aber auch private Mitradler. Die Gruppe wird vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub begleitet. Zu den Mitreisenden gesellten sich im Laufe der Tour außerdem namhafte Persönlichkeiten aus der Region: Die Bürgermeister und Abgeordneten ließen es sich nicht nehmen, den Radlern ihre Stadt oder ihre Gemeinde vorzustellen.

Zu Beginn wurden die Teilnehmer von Franz-Josef Hillebrandt, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Westfalen-Initiative begrüßt. Jan Bernard van Heek, Vorstandsvorsitzender der Bertha Jordaan–van Heek Stiftung, und Heinz H. Baumeister, deren Geschäftsführer, führten die Gruppe durch Haus Welbergen.

Der erste Zwischenstopp lag in Ochtrup beim Stift Langenhorst. Diskussionen gab es am nächsten Aufenthaltsort der Tour, der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage der URENCO in Gronau.

Die Radfahrer besuchten das Gelände der Landesgartenschau 2003. Heute ist das Gelände in Gronau Naherholungsgebiet und zieht zusammen mit dem 2004 eröffneten Rock’n PopMuseum viele Besucher an.

Es folgt ein weiterer Stopp in Gronau, der das Tagesmotto „international“ verdeutlicht. Die EUREGIO ist als Kommunalverband ein eingetragener Verein (e. V.), dem 140 deutsche und niederländische Städte, Gemeinden, Kreise und Regios angehören.

Die letzte Etappe des Tages führt nach Enschede. Bei einem gemeinsamen Abendessen in den Niederlanden tauschen die Mitreisenden ihre Eindrücke des ersten Tages aus.



Die Radler vor der TOBIT Software AG in Ahaus

Die Radler vor der Tobit Software AG in Ahaus

13. August 2007: Westfalen erfahren – rekordverdächtig!

 

 Bei einem Besuch der Universität Twente erhielten die Teilnehmer Informationen zu der Universität selbst, die sich als „Unternehmende Universität“ vor allem im Bereich Technik, aber auch in den Sozialwissenschaften versteht. Auch in Hinsicht auf grenzüberschreitende Zusammenarbeit tut sich hier einiges: Der Bachelor-/Master-Studiengang „European Studies“ zum Beispiel ist Angebot in Kooperation mit dem politikwissenschaftlichen Institut der Universität Münster.

Es folgte ein Abstecher in die Computer- und Softwarewelt. In der Ahauser Tobit Software Lounge erfuhren die Teilnehmer Wissenswertes über die Tobit Software AG. Außerdem erkundete die Gruppe das Werksgelände und bekam Einblicke in das „Easy Living Concept Home“. Dieses auf das „mitdenkende Haus der Zukunft“ ausgerichtete System findet in einem eigens zu Präsentationszwecken errichteten Einfamilienhaus seine Anwendung.

In Vreden standen gleich drei Besichtigungen auf dem Plan. Zunächst hielten die Radfahrer an der Stiftskirche St. Felicitas an. Nächster Stopp war beim Hamaland-Museum. Die Geschichte des Museums ist eng verbunden mit dem Heimat- und Altertumsverein der Vredener Lande.

Stellvertretend für Vredener Handwerksbetriebe statteten die Radtouristen dem Schuhhaus Wessels einen Besuch ab. Der Familienbetrieb hat seine ganz spezielle Note, hat er sich doch auf ungewöhnliches Schuhwerk spezialisiert, nämlich solches in Übergröße. Ein Vertreter der Geschäftsleitung stellte die außergewöhnliche Arbeit des Schuhhauses Wessels vor.

Zuletzt führte die Radler der Weg nach Südlohn-Oeding, wo sie sich im „Burghotel Pass“ von den Strapazen des Tages erholen konnten. Abends erwartete die Teilnehmer ein kurzer Vortrag von Dr. Timothy Sodmann, dem Leiter des Landeskundlichen Instituts Westmünsterland über die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Westmünsterland auf deutscher und Achterhoek auf niederländischer Seite.


Panne bei Westfalen erfahren 2007
Panne? Kein Problem für die Männer des ADFC!

14. August 2007: Westfalen erfahren – überraschend!

 

 Die dritte Etappe führte von Südlohn-Oeding durch Breedevort in den Niederlanden Richtung Anholt.

Gegen Mittag erreichten die Radler die Schlossanlage Anholt. Im Rahmen des Wiederaufbaues nach dem Krieg erhielt dann die Wasserburg eine museale Bestimmung. So wurde in der Hauptburg das über viele Jahrhunderte in den historischen Räumen gewachsene Inventar als historische Kunstsammlungen der Fürsten zu Salm der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die nächste Station war das Textilmuseum in Bocholt. Zusammen erkundete die Gruppe unter der Leitung von Hermann-Josef Stenkamp das Museum. Das Textilmuseum wurde als voll funktionstüchtige Museumsfabrik im Jahr 1989 eröffnet.

Die Fachhochschule Bocholt, die zur Fachhochschule Gelsenkirchen gehört, war das nächste Ziel. Die Abteilung Bocholt umfasst die Fächer Wirtschaft, Maschinenbau und Elektrotechnik. Die Hochschule bekam mit ihrer Gründung den politischen Auftrag, durch Lehre und Forschung zur besseren Bewältigung des regionalen Strukturwandels beizutragen. Das Technologie-Zentrum gleich nebenan belegt das eindrucksvoll.

Nach diesem kurzen Abstecher in die Welt der zukünftigen Ingenieure folgte ein Klimawechsel. Der Besuch des Erholungsgebiets „Dingdener Heide“, eine bäuerliche Kulturlandschaft, stand an.

„Westfalen erfahren“ endete an diesem Tag im Rheinland, nämlich in Marienthal.


Interview

Dirk Terbahl (Radio WMW) im Interview mit Peter Wolter (ADFC)

15. August 2007: Westfalen erfahren – erbauend!

 

 Auf zur letzten Etappe der Tour „Westfalen erfahren“!

In aller Frühe stand ein Besuch der Klosterkirche Marienthal auf dem Programm. Pater Matthias Brenken, Prior des Karmeliterklosters, führte die Gruppe durch die alten Gemäuer der Klosterkirche, ein Backsteinbau aus dem Jahr 1345.

Nach zweistündiger Fahrt erreichten die Radfahrer dann ihren nächsten Zwischenstopp, das Jüdische Museum Westfalen in Dorsten. Dr. Norbert Reichling gab einen Einblick in das Museum. Das Jüdische Museum Westfalen bietet einen umfassenden Einblick in die jüdische Religion und jüdisches Leben in Deutschland, wobei die regionale Perspektive im Mittelpunkt steht.

Die letzte Besichtigungstour führte die Radfahrer nach Marl zum Chemiepark Degussa/Creavis.

Nach insgesamt 210 Fahrradkilometern in vier Tagen endete die grenzüberschreitende Tour mit einem gemütlichen Abendessen im Hotel Loemühle in Marl.