Die Projekte
Wolfgang Hölker und Dr. Andreas Hollstein bei der Preisverleihung in Bielefeld


WestfalenSprung

 

„Wege weisen! Stadt gestalten! Zukunft zeigen!“


Am 5. April übergab Wolfgang Hölker den WestfalenSprung 2011 für das beste Stadt- und Regionalentwicklungsprojekt an Dr. Andreas Hollstein, den Bürgermeister von Altena. Zuvor hatte schon Bürgermeister Ulrich Rolfsmeier den zweiten Preis für Hiddenhausen in Empfang genommen. 

 

Familienfreundliches Bauen, demografischer Wandel, Quartiersentwicklung, Klimaschutz, Kirchenumnutzung – vielfältig und spannend waren die Themen, mit denen sich die Jury im Vorfeld beschäftigen durfte. Unter dem Motto „Wege weisen! Stadt gestalten! Zukunft zeigen!“ hatten sich Städte und Gemeinden mit zukunftsorientierten Projektlösungen im Bereich Stadt- und Regionalentwicklung in Westfalen beworben. Vormals Wettbewerb für Stadt- und Regionalmarketing erfuhr der WestfalenSprung im Jahr 2011 erstmals eine neue Ausrichtung.

 

Denn die künftigen Herausforderungen liegen auf der Hand: Durch die demografische Entwicklung wird der Bevölkerungsschwund v. a. im ländlichen Bereich die westfälische Gesellschaft ebenso beschäftigen wie die gewandelten Ansprüche einer alternden Bevölkerung. Standorte müssen erhalten und Dienstleistungs- wie Bildungsangebote auch in der Fläche nachgehalten werden. Innovative und zukunftsorientierte Maßnahmen werden notwendig sein, um diese Herausforderungen lösungsorientiert angehen zu können. Nur so kann auch für nachfolgende Generationen eine lohnende Zukunft gestaltet werden.

 

Über drei Runden förderte der WestfalenSprung, der von der Stiftung ausgeschriebene Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalmarketing, das Orts- und Regionalmarketing in Westfalen. Hier wurden Konzepte geprüft, überdacht und überarbeitet.

 

Die Idee: Originelle Konzepte mit ausgeprägtem Ortsbezug – sie haben im Wettbewerb die meisten Chancen. So waren keine beliebig austauschbaren Stadtfeste gefordert, sondern Maßnahmen und Events, die den unverwechselbaren Charakter und die Besonderheiten des jeweiligen Ortes einbeziehen und dadurch Aufmerksamkeit erregen. Denn erfolgreiches Ortsmarketing lebt davon, dass es die Charakteristika des Standortes berücksichtigt und im Wesentlichen auf ihnen aufbaut. Der Preis war neben dem gläsernen WestfalenSprung-Pokal mit insgesamt € 10.000 dotiert - jeweils € 5.000 für kleinere Städte und € 5.000 für größere Städte und Regionen beziehungsweise Kreise.

 

Die Ergebnisse von 2004, 2007 und 2009 haben gezeigt, dass die Marketingkonzepte tatsächlich ausgiebig durchdacht und reflektiert worden waren. Darüber hinaus fördert der Wettbewerb den Austausch zwischen den einzelnen Marketing-Verantwortlichen in Westfalen. Die nominierten Konzepte werden im Rahmen der Preisverleihung und in einzelnen Publikationen präsentiert.

 

Von Beginn an stieß der WestfalenSprung auf große Resonanz. 2004 hießen die verdienten, aber knappen Sieger Bocholt und Altenbeken, 2007 erhielten Lüdenscheid und Sundern mit ihren Projekten „LichtRouten“ bzw. „Na(h) – Klar, Sundern! Vielfalt ist unsere Stärke“ den Preis. 2009 siegte in der Kategorie „Größere Städte/Regionen“ Bielefeld. „Bielefeld macht Stadtmarketing für alle und von allen“ erläuterte Dr. Niels Lange, Geschäftsführer und Jury-Mitglied, das umfangreiche und breite Konzept Bielefelds. In der Kategorie „Kleinere Städte und Gemeinde“ siegte Velen Ramsdorf, die bereits 2007 nominiert waren. Sie entwickelten ihr bereits gutes Konzept weiter und konzentrierten sich weiterhin gezielt auf ihre Stärken und konnten damit die Jury überzeugen. Projekte wie „Hügelgräber“ oder „Filmstadt NRW“ sind Belege hierfür.

 

Erstmals wurde 2009 ein „WestfalenSprung –Sonderpreis“ vergeben. Sundern, die bereits 2007 mit ihrem Konzept erfolgreich waren, erhielten die Auszeichnung. Sie haben die Zeit seit 2007 genutzt und ihr Konzept beeindruckend weiterentwickelt.

 

Die hohe Resonanz auf die Ausschreibungen und das gleichzeitig hohe Niveau der Bewerber haben verdeutlicht, dass Stadtmarketing ein integraler Bestandteil der Stadtentwicklung ist. Deshalb ist der Preis im Jahr 2011 konzeptionell erweitert und in „WestfalenSprung - Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalentwicklung“ umbenannt worden.