Die Projekte

WestfalenSprung 2015 – Spannung bis zum Schluss

 

Auch bei der fünften Auflage des WestfalenSprung blieb die Spannung bis zuletzt erhalten. Erst bei der Preisverleihung auf Burg Altena wurde bekanntgegeben, wer beim Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalentwicklung dieses Mal die Nase ganz vorn hat.

Aus den Händen von Dr. Karl-Heinrich Sümmermann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfalen-Initiative, nahm Siegens Stadtbaurat Michael Stojan die Siegertrophäe in Form eines leuchtend roten Westfalen-Rosses und 5.000 Euro Preisgeld entgegen. Mit 2.500 Euro dotierte zweite Preise gingen an das Gemeinschaftsprojekt STmobil von Kreis Steinfurt und Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) sowie an die gemeinnützige Gesellschaft „Wege durch das Land“ aus Detmold für das gleichnamige Literatur- und Musikfest.

Quartiersentwicklung, demografischer und technologischer Wandel, zukunftsträchtiges Wohnen und Bauen, Energiewende, Bewältigung des Strukturwandels – das alles waren weitere Themen der Einsendungen, die ausnahmslos von enormer Qualität sind. Die Jury hatte die eingereichten Konzepte zur Bewältigung von Zukunftsaufgaben in der Region gesichtet und sieben in die engere Wahl genommen. Alle Einsendungen dokumentieren, dass Westfalen sich den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft stellt und ihnen gewachsen ist. Diese sieben Nominierten präsentierten sich am Abend der Siegerehrung und werden in einer Dokumentation zum WestfalenSprung 2015 vorgestellt.


 

Wolfgang Hölker und Dr. Andreas Hollstein bei der Preisverleihung in Bielefeld

 

In 2011 erstmals Preis für Stadt- und Regionalentwicklung

 

Der Preis wurde zuletzt im Jahr 2011 vergeben. Dr. Andreas Hollstein,  Bürgermeister von Altena und Bürgermeister Ulrich Rolfsmeier Gemeinde Hiddenhausen nahmen den WestfalenSprung 2011 für das beste Stadt- und Regionalentwicklungsprojekt.

 

Familienfreundliches Bauen, demografischer Wandel, Quartiersentwicklung, Klimaschutz, Kirchenumnutzung – vielfältig und spannend waren die Themen, mit denen sich die Jury im Vorfeld beschäftigen durfte. Unter dem Motto „Wege weisen! Stadt gestalten! Zukunft zeigen!“ hatten sich Städte und Gemeinden mit zukunftsorientierten Projektlösungen im Bereich Stadt- und Regionalentwicklung in Westfalen beworben. Vormals Wettbewerb für Stadt- und Regionalmarketing erfuhr der WestfalenSprung im Jahr 2011 erstmals eine neue Ausrichtung.

 

Denn die künftigen Herausforderungen liegen auf der Hand: Durch die demografische Entwicklung wird der Bevölkerungsschwund v. a. im ländlichen Bereich die westfälische Gesellschaft ebenso beschäftigen wie die gewandelten Ansprüche einer alternden Bevölkerung. Standorte müssen erhalten und Dienstleistungs- wie Bildungsangebote auch in der Fläche nachgehalten werden. Innovative und zukunftsorientierte Maßnahmen werden notwendig sein, um diese Herausforderungen lösungsorientiert angehen zu können. Nur so kann auch für nachfolgende Generationen eine lohnende Zukunft gestaltet werden.

 

Über drei Runden förderte der WestfalenSprung, der von der Stiftung ausgeschriebene Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalmarketing, das Orts- und Regionalmarketing in Westfalen. Hier wurden Konzepte geprüft, überdacht und überarbeitet.

 

Die Idee: Originelle Konzepte mit ausgeprägtem Ortsbezug – sie haben im Wettbewerb die meisten Chancen. So waren keine beliebig austauschbaren Stadtfeste gefordert, sondern Maßnahmen und Events, die den unverwechselbaren Charakter und die Besonderheiten des jeweiligen Ortes einbeziehen und dadurch Aufmerksamkeit erregen. Denn erfolgreiches Ortsmarketing lebt davon, dass es die Charakteristika des Standortes berücksichtigt und im Wesentlichen auf ihnen aufbaut. Der Preis war neben dem gläsernen WestfalenSprung-Pokal mit insgesamt € 10.000 dotiert - jeweils € 5.000 für kleinere Städte und € 5.000 für größere Städte und Regionen beziehungsweise Kreise.

 

Die Ergebnisse von 2004, 2007 und 2009 haben gezeigt, dass die Marketingkonzepte tatsächlich ausgiebig durchdacht und reflektiert worden waren. Darüber hinaus fördert der Wettbewerb den Austausch zwischen den einzelnen Marketing-Verantwortlichen in Westfalen. Die nominierten Konzepte werden im Rahmen der Preisverleihung und in einzelnen Publikationen präsentiert.

 

Von Beginn an stieß der WestfalenSprung auf große Resonanz. 2004 hießen die verdienten, aber knappen Sieger Bocholt und Altenbeken, 2007 erhielten Lüdenscheid und Sundern mit ihren Projekten „LichtRouten“ bzw. „Na(h) – Klar, Sundern! Vielfalt ist unsere Stärke“ den Preis. 2009 siegte in der Kategorie „Größere Städte/Regionen“ Bielefeld. „Bielefeld macht Stadtmarketing für alle und von allen“ erläuterte Dr. Niels Lange, Geschäftsführer und Jury-Mitglied, das umfangreiche und breite Konzept Bielefelds. In der Kategorie „Kleinere Städte und Gemeinde“ siegte Velen Ramsdorf, die bereits 2007 nominiert waren. Sie entwickelten ihr bereits gutes Konzept weiter und konzentrierten sich weiterhin gezielt auf ihre Stärken und konnten damit die Jury überzeugen. Projekte wie „Hügelgräber“ oder „Filmstadt NRW“ sind Belege hierfür.

 

Erstmals wurde 2009 ein „WestfalenSprung –Sonderpreis“ vergeben. Sundern, die bereits 2007 mit ihrem Konzept erfolgreich waren, erhielten die Auszeichnung. Sie haben die Zeit seit 2007 genutzt und ihr Konzept beeindruckend weiterentwickelt.

 

Die hohe Resonanz auf die Ausschreibungen und das gleichzeitig hohe Niveau der Bewerber haben verdeutlicht, dass Stadtmarketing ein integraler Bestandteil der Stadtentwicklung ist. Deshalb ist der Preis im Jahr 2011 konzeptionell erweitert und in „WestfalenSprung - Martin-Leicht-Preis für Stadt- und Regionalentwicklung“ umbenannt worden.