Die Projekte

Westfälische Ehrengalerie 2013

 

Christoph Metzelder und Felix „Fiffi“ Gerritzen wurden in feierlichem Rahmen am 14. Oktober im SportCentrum Kamen-Kaiserau vom Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Hölker in die Westfälische Ehrengalerie aufgenommen und damit vor allem für ihr soziales Engagement geehrt.

 

Beide haben sich um Westfalen und seine Bürgerinnen und Bürger verdient gemacht. Sie haben ihre im Fußball erreichte Popularität genutzt, um Gutes für die Menschen in Westfalen zu tun. Christoph Metzelder war in seiner Eigenschaft als langjähriger Fußballprofi bei westfälischen Bundesligisten und bei Real Madrid Botschafter für die Region – bundesweit und auch international. Fiffi Gerritzen, 2007 im Alter von 80 Jahren gestorben, einer der Spieler des „100.000-Mark-Sturms“ in der Saison 1950/51, engagierte sich in vielen sozialen Projekten im Münsterland.

 


Wolfgang Hölker, Helga Gerritzen, Christoph Metzelder (v.l.n.r.); Foto: Joachim Busch

 

Professor Dr. Dieter Jütting würdigte die Verdienste Gerritzens und betonte in seiner Laudatio die Ausstrahlung, die der junge Fiffi Gerritzen, der zum Kreis der großen Fußballspieler der Nachkriegszeit gehörte, hatte. Der Fußball war in dieser Zeit für die große Mehrheit der Deutschen das Lebenselixier. „Mach den Menschen jeden Tag eine Freude“ lautete Gerritzens Maxime. So begann er schon zu aktiven Fußballerzeiten mit seinem ehrenamtlichen Engagement, das er bis zu seinem Lebensende in unterschiedlichen Bereichen, vor allem jedoch gestalterisch und künstlerisch beibehielt. Professor Jütting stellte deutlich heraus: Mit Felix „Fiffi“ Gerritzen wird eine Persönlichkeit der Zeitgeschichte geehrt und nicht eine historische Persönlichkeit. Er lebte etwas vor, was seit gut einem Jahrzehnt von allen gesellschaftlichen Akteuren als ein notwendiges und unverzichtbares Element moderner Gesellschaften angesehen wird: bürgerschaftliches Engagement.

 

Laudator Carsten Cramer, Marketingdirektor von Borussia Dortmund, hob in seiner Laudatio die Verdienste Christoph Metzelders im Fußball hervor, betonte aber auch dessen vielfältiges gesellschaftliches Engagement. Christoph Metzelder nutzt seine Popularität, um sich für unterschiedliche soziale Projekte einzusetzen. Ende 2006 gründete er zudem die Christoph Metzelder Stiftung, in die er Privatvermögen eingebracht hat. Neben der Bekämpfung von Kinderarmut liegt der Förderschwerpunkt der Stiftung auf Projekten in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Migration.

 

Dass Metzelder der Richtige gerade für die Westfälische Ehrengalerie ist, zeigt auch sein Verhältnis zur Region. Christoph Metzelder brachte es beim Festakt selbst auf den Punkt: „Entdecke die Welt, aber vergiss nie, wo du herkommst. Als Fußballprofi durfte ich die Welt bereisen, doch meine Heimat ist Haltern am See. Dorthin bin ich immer zurückgekehrt. Als Kind Westfalens freue ich mich sehr über die Aufnahme in die Westfälische Ehrengalerie. Stolz macht mich, dass ich diesen Platz neben einer Legende wie Fiffi Gerritzen einnehmen darf!“