Die Projekte

Kultur in Westfalen

 

Das Projekt Kultur in Westfalen nimmt Fahrt auf

 

Das Projekt „Kultur in Westfalen“ hat auch in seinem dritten Jahr Jahr viel bewegt. Am 25. April 2012 fand im Rahmen des Projektes „Kultur in Westfalen“ die zweite gesamtwestfälisch-lippische Kulturkonferenz im Ravensberger Park in Bielefeld statt. Rund 270 Künstler und Kulturschaffende, Vereine, Verbände und andere Netzwerke sowie Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung nahmen teil. Unter dem Motto „Auf dem Weg zur Kulturvision“ war das Vorhaben einer Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe das zentrale Thema dieser Konferenz.

 

Das Projekt ist entstanden als eine Reaktion auf den Bericht „Kunst.NRW" aus dem Sommer 2008, vielfach als „Kulturgutachten" bezeichnet. Es ist auf drei Jahre bis zum Frühjahr 2013 angelegt und wird getragen von der LWL-Kulturstiftung, der Stiftung Westfalen-Initiative und vom Land NRW. Das Projektteam besteht aus der Leiterin Dr. Yasmine Freigang und der wissenschaftlichen Volontärin Melanie Peschek und hat im Sommer 2010 seine Arbeit aufgenommen. Das Team ist in der LWL-Kulturabteilung als Stabsstelle bei der Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale angesiedelt.

 

Ziele des Projekts sind:

  • die Schaffung einer Kulturplattform Westfalen-Lippe,
  • die Vernetzung möglichst vieler Akteure,
  • die Organisation schwerpunktthemenorientierter Kulturkonferenzen,
  • die Entwicklung einer Dachmarke für Kultur in Westfalen-Lippe.

 

Das Projekt soll die Kultur in Westfalen-Lippe durch Vernetzung und Sichtbarmachung stärken, um damit langfristig einen Beitrag zur Profilbildung der Region zu leisten. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Umsetzung von Projekten mit Strahlkraft für ganz Westfalen-Lippe, die das kulturelle Potenzial der Gesamtregion sichtbar machen. Wenn Kultur in und aus Westfalen nach innen und außen sichtbar gemacht werden soll, kann dies nur umgesetzt werden, indem möglichst viele Akteure zusammenkommen. Das aktuell manchmal noch existierende Konkurrenzdenken hatte erkennbar keinen Erfolg. Einen neuen Ansatz können konzertierte gemeinsame Werbestrategien für Kultur in Westfalen bieten. Sie müssten zum einen die regionalen und lokalen Ausprägungen und Besonderheiten berücksichtigen und gleichzeitig aber stark nach außen wirken.
Welch enormes Potenzial vorhanden ist, verdeutlicht die Broschüre „Was dem Westfalen seine Kultur ...", die im April der Öffentlichkeit präsentiert worden ist. Die Lektüre dieses Heftes lässt den Leser schnell zu dem Schluss kommen: Westfalen, das heißt Kultur satt. Aber das wissen zu wenige und wird überregional nicht genügend deutlich. Die Bestandsaufnahme hat einmal mehr die Notwendigkeit begründet, die Kulturregion Westfalen deutlicher als bisher national und international zu positionieren. Dazu ist es erforderlich, eine gemeinsame Plattform zu schaffen, mit der sich möglichst viele Kulturschaffende in Westfalen-Lippe identifizieren können. Der Prozess zur Bildung einer solchen gesamtwestfälisch-lippischen Interessengemeinschaft soll während der Projektlaufzeit nachdrücklich in Gang gebracht werden. Die sieben während der Projektgenese für eine Profilbildung identifizierten Themenfelder (Wege – Experimentierfeld Westfalen – Lichtkunst – Strukturwandel – Klöster – Gärten und Parks – Adel) sollen eine Grundlage zur weiteren Projektentwicklung und gemeinsamen Vermarktung bilden.

Die Handlungsempfehlungen und Arbeitsaufträge an das Projektteam werden in der Lenkungsgruppe getroffen, der mit den Vertretern der Projektträger und des LWL, fünf Landräten und zwei Oberbürgermeistern insgesamt vierzehn Personen angehören. Zur Projektentwicklung werden die Kulturakteure gezielt und punktuell zusammengebracht. Dazu dienen die von der Lenkungsgruppe beschlossenen vier Arbeitsgruppen. Sie sollen sich zu den fachlichen Knotenpunkten im Kulturnetz Westfalen-Lippe entwickeln.

Einmal jährlich wird eine Kulturkonferenz stattfinden, zu der möglichst viele Kulturakteure aus Westfalen-Lippe zusammenkommen, von Praktikern, Vereinen, Verbänden und anderen Netzwerken bis zu Entscheidungsträgern aus Kultur, Politik und Verwaltung. Hier sollen sich die Teilnehmer über die Ergebnisse in den Arbeitsgruppen informieren und darüber austauschen.