Die Projekte
literaturportal-westfalen.de - westfälische Literatur im weltweiten Netz


Von Audiobook bis Videostream


Das Internet ist eine gewaltige Schatztruhe, und die Literatur ist ein Medium, das erheblich vom Internet-Boom der letzten Jahre profitiert. Am 2. April 2008 wurde das Literaturportal Westfalen von Franz-Josef Hillebrandt, Vorsitzender der Stiftung Westfalen-Initiative, und der Kulturdezernentin des LWL Dr. Barbara Rüschoff-Thale freigeschaltet.

 

Der interessierte User merkt schnell: Die westfälische Literatur bietet ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an Informationen, man muss sich nur auf Spurensuche begeben – und das haben seit der Freischaltung schon mehr als 30.000 Besucher der Webseite getan! Die Navigation soll trotz des gewaltigen Informationsangebots (Hauptwerke der westfälischen Literatur, Autoren- und Stichwort-ABC, Schauplätze, Dichterhäuser, Anlaufstellen aller Art) so intuitiv wie möglich funktionieren und geradewegs zu dem hinführen, was heute an der Tagesordnung ist. Podcasts, Videostreams, Autoren- und Literatur-Webseiten, Audiobooks, Literatur-Spotlights in Form von Interviews, wie sie immer häufiger auf Verlags-Webseiten, in Internet-Foren oder den Online-Auftritten großer Zeitungen und Zeitschriften auftauchen. Hier haben sich inzwischen neue, zukunftsweisende Standards etabliert, die unsere Wahrnehmung von Literatur nachhaltig verändert haben.

 

Genau hier setzten die Initiatoren mit einem neuen Projekt-Baustein an: Im Rahmen eines Video-Portals zur westfälischen Literatur wurden eigene, 30-minütige Features über Autorinnen und Autoren entwickelt, die ins Internet gestellt oder im Museum für Westfälische Literatur betrachtet werden können. Möglich wurde das Konzept durch eine Kooperation der LWL-Literaturkommission mit dem Medienzentrum der Universität Paderborn. Konkret heißt dies: Studierende bereiteten die Interviews mit den Autoren vor und sammelten zusätzlich Erfahrungen mit Kameraführung und Filmschnitt. Jetzt kann das Projekt gleich in mehrfacher Hinsicht in Augenschein genommen werden. Zum einen als Baustein eines umfangreichen Internet-Portals (www.literaturportal-westfalen.de), zum anderen als DVD-Beilage der Veröffentlichung „Ich schreibe, weil… 36 westfälische Autorinnen und Autoren im Interview“. Während die Internet-Variante die Interviews in voller Länge zeigt, bildet die DVD einen thematischen Querschnitt. Dort kommen die Autoren virtuell miteinander ins Gespräch und stellen sich Fragen wie: Was ist ihr Lieblingsschreibort? Was sind ihre bevorzugten Schreibmotive? Nutzen Sie die modernen Medien? Und natürlich durfte die Kardinalfrage nicht fehlen: „Warum schreiben Sie eigentlich?“ Das Spektrum der Interviewten berücksichtigte Autorinnen und Autoren traditioneller Gattungen ebenso wie die experimenteller Mundart, avantgardistischer Literatur, Pop-Songtexte, Kabarett, Comedy und Poetry-Slam.