Die Projekte

Ob Dokumente, Orte oder Personen  - das Internetportal bietet umfassende Informationen zur Westfälischen Geschichte


Geschichte zum Anfassen – Westfalen online

 

Im November 2004 wurde das Internet-Portal „Westfälische Geschichte" – ein Kooperationsprojekt von Stiftung Westfalen-Initiative und dem Westfälischen Institut für Regionalgeschichte – offiziell freigeschaltet.

 

Das Portal ist (inter)aktiv: Seit seiner Freischaltung wird intensiv an der inhaltlichen und konzeptionellen Weiterentwicklung gearbeitet. Neben der Pflege und Erweiterung des Datenbestandes wird die E-Mailing-Liste „Westfälische Geschichte" täglich betreut.  Zusätzlich tragen insbesondere die in das Portal integrierten „Projekte" zur Profilierung des Internetangebots bei. Dabei handelt es sich beispielsweise um umfangreiche Digitalisierungsvorhaben, wie etwa die vielfach genutzte Ediktensammlung früherer rheinisch-westfälischer Territorien von Johann-Joseph Scotti aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie spiegeln mit rund 10.000 Seiten fast 500 Jahre Geschichte wider und stellen damit eine unverzichtbare Quelle dar. Zusammen mit anderen Quelleneditionen sind sie über das Internet-Portal jederzeit und kostenlos abrufbar.

 

Die Informationsangebote, die in Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern erstellt wurden, gehören ebenfalls zu den interessanten „Projekten". Da wären zum Beispiel die Ergebnisse der „Schreibwerkstatt Kirche und Kirchhof im Dorf", die auf ein Seminar an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zurückgehen und Aspekte des frühneuzeitlichen (Spannungs-)Verhältnisses von Kirchhof und Dorf thematisieren. Gerade diese Projekte verdeutlichen die wesentlichen Zielsetzungen des Internet-Portals: die digitale Aufbereitung der Vergangenheit Westfalens und die Vernetzung von modernen, online zugänglichen Informationsangeboten zur Westfälischen Geschichte.

 

 

Per Klick in die Vergangenheit –
Urkundenregesten aus Westfalen-Lippe online

 

Bedingt durch die territorialgeschichtliche Entwicklung ist die archivische Überlieferung in Westfalen-Lippe in Mittelalter und Frühneuzeit außerordentlich zerstreut. Vor allem die Urkundenüberlieferung verteilt sich auf viele staatliche, kommunale, private und kirchliche Archive. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte ist gezwungen, viele verschiedene Orte aufzusuchen.

 

In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde deshalb von Archivaren der Plan entwickelt, einen Gesamtnachweis aller westfälischen Urkunden über alle Archiv- und Bestandsgrenzen hinweg zu schaffen. „Analog", also auf Karteikarten, wurden seitdem von den Mitarbeitern der Vorläufereinrichtungen des heutigen LWL-Archivamts für Westfalen inhaltliche Zusammenfassungen von Urkunden notiert, die im Rahmen von Betreuungs- oder Erschließungsarbeiten in die Hand genommen worden waren. Auf diese Weise kamen bis in die 1970er Jahre rund 65.000 chronologisch geordnete so genannte Regesten aus über 250 Archivbeständen aus ganz Westfalen-Lippe zusammen - eine Anzahl, die man mit traditionellen Mitteln nicht mehr bewältigen konnte. Dies bedeutete das Ende der Archiv-Arbeiten. So ruhte dieser große kulturelle Schatz Westfalens seitdem in den Magazinräumen des Archivs.

 

Doch der Dornröschenschlaf ist vorbei, die Daten werden nun digital archiviert. Im Rahmen des Kooperationsprojekts „Digitale Westfälische Urkundendatei" (DWUD) machen das Internet-Portal „Westfälische Geschichte" und das LWL-Archivamt für Westfalen sowie die Stiftung Westfalen-Initiative diese Quellen nun online für jedermann zugänglich.