Die Projekte
Die Welt entdecken mit dem Forscherhaus

Das Forscherhaus rollt durch Ostwestfalen


Freie Grundschule wirbt mit Hilfe der Stiftung für ihr Konzept


„Das Forscherhaus" ist eine besondere, staatlich anerkannte freie Grundschule in Herford. Gegründet im Schuljahr 2009/10 von der gemeinnützigen Forscherhaus-Bildungsgesellschaft vermittelt sie Kindern durch ihr besonderes Schulkonzept einen strukturierten Überblick über die Welt. Beim projektorientierten Lernen werden die Schüler vorbereitet, Entscheidungen zu treffen, Erfahrungen zu machen, diese zu korrigieren und sie den eigenen Zielen immer wieder anzupassen. Dabei geht es immer um die Vermittlung von Zusammenhängen und einen strukturierten Blick auf die Welt.


2010 wurde das „Forscherhaus" in Herford weiter ausgebaut. 42 Kinder besuchen inzwischen das 1. bis 3. Schuljahr. Die Kinder kommen aus ganz OWL um nach dem neuen – auf lernpsychologischen Grundsätzen basierenden Konzept – zu lernen. Die Stiftung Westfalen-Initiative war von diesem die Eigenverantwortung fördernden Ansatz so überzeugt, dass sie gemeinsam mit dem Forscherhaus und seinen Kindern ein Pilotprojekt durchführte. Das Ziel des „rollenden Forscherhauses" ist es , in Kindertagesstätten für die Ziele und den Ansatz des eigenen Konzeptes zu werben. Es wurde eine Schülerfirma zur Erstellung einer Wanderausstellung gegründet, die dann im Mai 2010 als das „rollende Forscherhaus" auf Reisen gehen konnte.


Zuvor hatte die Schülerfirma die Wanderausstellung zum Thema „Lehm" konzipiert und realisiert, die nun Kindertagesstätten angeboten wird. Analog zu „realen" Firmen wurde das Projekt in verschiedenen Abteilungen erstellt. In der Forschung wurde mit Lehm experimentiert und die Ergebnisse wurden dokumentiert. Muster und Arbeitsanleitungen wurden für Erzieherinnen und Kita-Kinder erstellt, Plakate entworfen und Informationen zu Kindertagesstätten gesammelt.
Die Wanderausstellung ist in einem Wohnwagen untergebracht, der zuvor angeschafft und mit Experimentiermaterialien und Arbeitsanleitungen ausgestattet wurde. Ein Team der Schülerfirma hat die Erzieherinnen in die Wanderausstellung eingewiesen. Insgesamt hat das „rollende Forscherhaus" in 2010 sechs Kindertagesstätten in Ostwestfalen-Lippe besucht. In jeder Kita hatten die Kinder rund vier Wochen Zeit an dem Thema Lehm zu arbeiten. Sie haben jeweils einen Lehmkrug und ein Lehmbild erstellt. Durch diese Wanderausstellung der Schülerfirma wird zusätzlich die Verzahnung von Kindertagesstätten und Grundschule gefördert. Für 2011 haben sich bereits zahlreiche weitere Kindertagesstätten aus ganz Ostwestfalen-Lippe für das „rollende Forscherhaus" angemeldet, so dass die Wanderausstellung von Frühjahr bis Herbst unterwegs sein wird.


Die Forscherhaus-Kinder beleuchten in diesem Zusammenhang auch das Thema „Wirtschaft", da der Wohnwagen für jede Kita mit Lehm und anderen Verbrauchsmaterialien neu ausgestattet werden muss. Sie lernen, dass Einkäufe getätigt werden müssen und berechnen die Aufwandspauschale für die Kitas, da auch eine „Schülerfirma" nur existieren kann, wenn die Ausgaben durch Einnahmen gegenfinanziert werden.