Die Projekte

„Gibt es einen gerechten Krieg?“- Philosophie Akademie für Schüler 2010

 

Die philosophische Winterakademie feierte 2010 ihren ersten runden Geburtstag. Bereits zum zehnten Mal kamen vom 9. bis zum 12. Februar 2010 interessierte Schüler im Franz Hitze Haus in Münster zusammen, um sich mit philosophischen Fragestellungen zu beschäftigen. Die 26 Teilnehmer hatten sich zuvor in einer ersten Runde gegenüber Hunderten von Mitbewerbern durchsetzen können.

 

Das diesjährige Programm stand unter dem Motto „Gibt es einen gerechten Krieg?“ Die Oberstufenschüler wurden aufgefordert, aus vier Zitaten zu wählen. Einen ganzen Vormittag hatten sie daraufhin Zeit, ein Essay zu dem gewählten Zitat wahlweise auf englisch oder französisch zu verfassen. Niklas Draeger vom Rhein-Sieg-Gymnasium in Sankt Augustin belegte den ersten Platz. Er konnte die Jury mit seinem Essay zum Thema „Unsere bisherige Technik steht in der Natur wie eine Besatzungsarmee in Feindesland und vom Landesinneren weiß sie nichts“ - aus Erich Blochs „Prinzip Hoffnung“ - überzeugen. Den zweiten Platz belegte Julian Müller, Schüler der Märkischen Schule in Bochum. Er beschäftigte sich in seinem Essay mit dem Zitat: „Es ist ein Irrtum anzunehmen, der Mensch habe noch einen Inhalt oder müsse einen haben - Der Mensch hat Nahrungssorgen, Familiensorgen, Fortkommensorgen, Ehrgeiz, Neurosen, aber das ist kein Inhalt im metaphysischen Sinne mehr. [...] Es ist überhaupt kein Mensch mehr da, nur noch seine Symptome“, von Gottfried Benn. Die beiden glücklichen Gewinner nahmen im Mai 2010 an der Internationalen Philosophie Olympiade in Athen teil.

 

Auf dem umfangreichen Programm standen neben dem Essaywettbewerb, Vorträge zu philosophischen Themen, der Besuch von Arbeitsgemeinschaften, eine Einführung in das Verfertigen von Essays und ein Stadtrundgang durch Münster. Die Teilnehmer hatten dabei die Gelegenheit zum intensiven Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten.