Die Projekte

Was bedeutet dies alles? Philosophische Winterakademie 2009


Fragen der Kosmologie beschäftigten die Schülerinnen und Schüler bei der neunten Philosophischen Winterakademie, die vom 10. bis 13. Februar in der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster stattfand. Im Verlaufe dieses Seminars wurden zwei Gewinner ermittelt, die zur Internationalen Philosophie-Olympiade nach Helsinki eingeladen wurden.

531 Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld ihre Essays eingereicht. Die besten 26 wurden mit einer Einladung zur Winterakademie in Münster belohnt. Grundlage war ein Zitat aus Immanuel Kants Werk "Kritik der praktischen Vernunft". Dazu wurden klassische und gegenwärtige Positionen in der philosophischen Kosmologie vorgestellt und miteinander verglichen. Vier Tage verbrachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Münster damit Ursache, Beschaffenheit und Zweck des Universums zu ergründen. Neben dem Wettbewerb wurde ein spannendes Rahmenprogramm mit fachwissenschaftlichen Vorträgen und einer Einführung in das Verfertigen von Essays angeboten. Dies bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern neben der persönlichen Qualifizierung ebenso die Möglichkeit des Austausches mit anderen philosophisch interessierten Schülerinnen und Schülern. Während des Wettbewerbs werden vier Themen zur Auswahl gestellt. Daraufhin haben sie vier Stunden Zeit, ihren Essay in englischer oder französischer Sprache zu verfassen. Jan Seidel belegte zum zweiten Mal nach 2008 den ersten Platz mit einem Essay zu einem Zitat von Carl Friedrich von Weizsäcker, Raimund Rosarius erreicht Platz 2 mit einer Antwort auf die Frage, welche philosophischen Schlüsse sich aus der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 ziehen lassen.

Wie in den vergangenen acht Jahren ermöglichte die Stiftung Westfalen-Initiative zusammen mit der Josef Piper Stiftung den beiden deutschen Teilnehmern, den Gewinnern des Landes- und Bundeswettbewerbes „Philosophischer Essay“, auch in diesem Jahr die Teilnahme an der IPO in Helsinki. Die Wettbewerbsbedingungen in Helsinki waren identisch mit denen in Münster. Auch hier konnte zwischen vier Themen gewählt werden. Das Themenspektrum erstreckte sich von der Ethik über die Staats-, Kunst- und Religionsphilosophie.
Alle teilnehmenden Länder haben die Möglichkeit, zwei Schüler zu entsenden, die in den jeweiligen nationalen Wettbewerben mit herausragenden Essays als Sieger hervorgegangen sind. Das Gastland stellt zehn Teilnehmer. Die Diskussion und die Möglichkeit Kontakte zu den internationalen Teilnehmern zu knüpfen aber auch Land und Kultur kennen zu lernen, standen in Helsinki im Vordergrund.