Die Projekte

Philosophie-Akademie für Schüler

 

The relationship to the other, the stranger, connected with the experience of the strange, is absolutely necessary to get to know who you are and therefore who you should be.

Zu dieser Schlussfolgerung kommt der Schüler Lukas Steinacher in seinem Essay, mit dem er in Münster bei der 4. Philosophischen Winterakademie für Schüler den ersten Platz errang. Leitgedanke des Essays war das Zitat von Jean-François Lyotard „The relationship to a stranger is necessarily ambivalent (...)", das Thema der Akademie 2004 lautete „Das Fremde verstehen".

Die Philosophie-Akademie gibt jungen Menschen Gelegenheit, sich mit grundlegenden gesellschaftsphilosophischen Fragen und speziell den ethischen Fundamenten einer Gesellschaft zu befassen – als Schritt hin zu mehr Eigenverantwortung. Die kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und deren prägenden Entwicklungen und Entscheidungen, ist das erklärte Ziel der Akademie. Die Philosophie-Akademie liefert dazu wichtige Impulse. Darüber hinaus stimuliert der Wettbewerb den Forschungsgeist, leistungsorientierte intellektuelle Aktivität und denkerische Originalität.
Dies geschieht sowohl durch die didaktisch gelenkte Beschäftigung mit vorgegebenen philosophischen Fragestellungen als auch durch die persönliche Begegnung und den gedanklichen Austausch untereinander. Die Josef Pieper Stiftung stellt den Schülern Unterlagen und Buchpreise zur Verfügung, um ihnen das Werk dieses westfälischen Philosophen näher zu bringen.

Die Stiftung Westfalen-Initiative ist zusammen mit der Josef Pieper Stiftung, der Westfälischen Wilhelms-Universität, der Akademie Franz Hitze Haus und der Bezirksregierung Münster Träger der Philosophie-Akademie für Schüler, die im Jahr 2000 ins Leben gerufen und seither jährlich durchgeführt wurde. Teilnehmer sind die jeweils 25 landesbesten Schüler im Fach Philosophie. Die beiden erfolgreichsten Kandidaten werden zur Internationalen Philosophie-Olympiade (IPO) entsandt und nehmen im Vorfeld an einem Vorbereitungsseminar teil.

Der Gewinner der Winterakademie 2004, Lukas Steinacher, belegte bei der Internationalen Philosophie-Olympiade zum Thema „Technopia or Technopoly" in Seoul den dritten Platz. Damit knüpft er an die Erfolge seiner beiden Vorgänger Torsten Schoeneberg und Sarah Helduser an, die 2003 den ersten bzw. vierten Platz errangen.

Die Winterakademie 2005 hat sich dem Thema „Der Mensch und seine Integrität gewidmet. Die beiden Sieger, Peter Zinn aus Wetter und Hannah Marie Liepmann aus Paderborn, fahren zur diesjährigen Olympiade nach Warschau.