Die Projekte

Philosophie-Akademie für Schüler 2003

 

Angesichts einer wachsenden Zahl unterschiedlicher Wertorientierungen, Kulturen und Lebensentwürfe in unserer Gesellschaft ist es der Stiftung Westfalen Initiative und ihren Partnern ein besonderes Anliegen, junge Menschen zur Beschäftigung mit philosophischen Fragen anzuregen. Es gilt transparent zu machen, welche Werthaltungen hinter bestimmten Entwicklungen und Entscheidungen stehen. Welche ethischen Kriterien gibt es für eine verantwortliche Gestaltung unserer Gesellschaft?
Gemeinsam mit der Josef Pieper Stiftung, der Westfälischen Wilhelms-Universität, der Akademie Franz Hitze-Haus und der Bezirksregierung Münster möchte die Stiftung bei derartigen Fragen Impulse geben. In der "Westfälischen Philosophie-Akademie für Schüler" wählen diese Träger jährlich die deutschen Kandidaten der jeweiligen "Internationalen Philosophie-Olympiade" aus und führen ein Vorbereitungsseminar mit ihnen durch.
Neben dem Ziel, den Forschungsgeist anzuregen, soll die Philosophie-Akademie die Auseinandersetzung mit grundlegenden gesellschaftlich-philosophischen Fragen und den ethischen Fundamenten einer menschlichen Gesellschaft fördern. Leistungsorientierte, intellektuelle Aktivität und denkerische Originalität erhalten so ihren notwendigen Raum. Die persönliche Begegnung, informeller gedanklicher Austausch untereinander und didaktisch geführte Beschäftigung mit vorgegebenen philosophischen Fragestellungen sind Grundlagen dieses Ziels. Das Thema der Winterakademie 2003 befasste sich inhaltlich mit den "Grenzen der Vernunft", für 2004 ist das Thema „Das Fremde verstehen" vorgesehen.
Durch die Kooperation mit der Josef Pieper Stiftung, die den Teilnehmenden Unterlagen und Buchpreise zur Verfügung stellt, ist es möglich, zusätzlich das Denken und die Werke dieses westfälischen Philosophen zu verbreiteten.
Wie schon im Jahr 2001 waren auch 2003 die Sieger dieses westfälischen Essay-Wettbewerbs international sehr erfolgreich: Unter 39 Schülern aus 17 teilnehmenden Ländern erreichte bei der XI. Internationalen Philosophie-Olympiade in Buenos Aires Torsten Schoeneberg (Goethe-Gymnasium, Dortmund, Jahrgangsstufe 13) den ersten und Sarah Helduser (Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium, Siegen, Jahrgangsstufe 12) den vierten Platz.
Die Stiftung sieht darin vorzeigbare Erfolge der Akademie und den Zweck der Akademie ein großes Stück erfüllt. Diese Erfolge werden nicht die letzten gewesen sein.