Die Projekte

Die Mannschaft vom Treffpunkt Waldsiedlung zu Gast beim TUS Deutsche Eiche Holzhausen-Externsteine


Fußball verbindet - Engagement integriert


Gemeinsam mit dem FLVW für Integration durch Vereinsarbeit

 

Den Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen und die Westfalen-Initiative verbindet nicht nur der regionale Bezug. Beide haben sich auch die Förderung bürgerschaftlichen Engagements und die Entwicklung innovativer Lösungen für die gesellschaftliche Entwicklung auf die Fahnen geschrieben. So lag es nahe, die Kooperation zu suchen und gemeinsam ein Projekt zu starten, das sich der Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch Vereinsarbeit widmet.


Viele junge Migranten spielen Fußball, aber nur sehr wenige übernehmen Verantwortung im Verein und nehmen hier Funktionen wahr. Aus der sozialwissenschaftlichen Forschung und aus der Praxis wissen wir, dass Engagement im Verein ein hervorragender Integrationsmotor ist. Also bietet es sich an, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und Integration durch Engagement zu fördern. Beide Partner vereinbarten, über zwei Jahre ein Projekt durchzuführen, in dem verschiedene Strategien und Mechanismen zur Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in die Vereinsarbeit entwickelt und getestet werden. Der Projektansatz war wie in anderen erfolgreichen Projekten der Stiftung offen und experimentell: Es sollten in verschiedenen, auch schon existierenden Projekten die zielführenden Mechanismen und Strategien ausprobiert werden. Zunächst wurden vier Teilprojekte in vier westfälischen Städten geplant, von denen zwei nach relativ kurzer Zeit aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten aufgegeben und durch westfalenübergreifende Projekte ersetzt wurden.


Weitere Maßnahmen


Neben den Standortprojekten wird es auch Teilprojekte geben, die sich an eine Vielzahl von Vereinen in Westfalen richten. So sollen Jugendliche mit Migrationshintergrund gezielt für Schiedsrichter- und Spielführerausbildungen gewonnen werden. Damit wird gezielt Verantwortung gefördert, werden aber auch Erfolgsmöglichkeiten aufgezeigt.
Das Projekt übernimmt damit den experimentellen Charakter der Erfolgsprojekte „Verantwortung lernen" und „Westfalenlotse". Es werden neue Mechanismen zur Einbindung der Jugendlichen ausprobiert und durch wissenschaftliche Begleitung evaluiert. Am Ende wird ein Fundus an Erfahrungen stehen, der systematisiert und publiziert eine Handhabe für erfolgreiche Integration im Sport sein kann.
Zur öffentlichen Demonstration ihrer Zusammenarbeit haben FLVW und Stiftung auch vereinbart, während der Laufzeit des Projekts den FLCW-Zukunftspreis gemeinsam zu vergeben. Im Rahmen der Tagung der Ehrenamtsbeauftragten des FLVW fand im Januar 2010 zum ersten mal seine Verleihung durch den Präsidenten des FLVW, Herrmann Korfmacher, und den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Franz-Josef Hillebrandt, statt.