Die Projekte

Die Internetplattform www.westfalenbeweger.de bietet Ihnen weitere Informationen zum Wettbewerb Westfalen bewegt.

Um alle Informationen abrufen und alle Möglichkeiten des Netzwerks nutzen zu können oder sich am Wettbewerb zu beteiligen, ist eine kostenlose Registrierung dort erforderlich.

 


Screenshot Westfalenbeweger

 

Wir bewegen Westfalen

Das Projekt

Im Jahre 2011 hat die Westfalen-Initiative mit dem Projekt „Westfalen bewegt“ einen neuen Schwerpunkt gebildet. Ziel des Projektes ist der Aufbau eines regionalen Bürgernetzwerkes als Plattform für bürgerschaftliches Engagement und Innovation und für deren Übertragung. Die Westfalen-Initiative will helfen, Westfalen zum Musterland bürgerschaftlichen Engagements zu entwickeln. Dabei geht es weniger um die isolierte Durchführung von Einzelprojekten, sondern mittelfristig um den Aufbau einer regionalen Vernetzungs- und Ermöglichungsstruktur. Es gilt, Projekte zu finden und zu fördern, die sich auch mit anderen Akteuren vernetzen, keine Doppelstrukturen schaffen und an einem Strang ziehen.

 

Der Wettbewerb „Westfalen bewegt“

Jedes Jahr unterstützt die Westfalen-Initiative Projekte von Bürgern für Bürger vor Ort und vernetzt sie miteinander. Es muss sich um modellhafte und im Ergebnis übertragbare Projekte handeln, bei denen die Übernahme von Selbstverantwortung durch Einzelpersonen oder durch Initiativen im Vordergrund steht. Die Bewerbung zur Teilnahme setzt voraus, dass das Projekt und die darin agierenden Personen sich auf der Plattform westfalenbeweger.de registriert haben, damit auch andere an den guten Ideen teilhaben können.

Einsendeschluss ist der 15.03.2017

 

Die Internetplattform westfalenbeweger.de

Bei der Begleitung verschiedener Projekte hat die Westfalen-Initiative bestätigt bekommen, dass es sehr viele Engagierte in Westfalen gibt und auch solche, die sich engagieren wollen - private Initiativen, Vereine, Unternehmungen, tolle Ideen und Menschen, die die Zukunft mitgestalten wollen. Oft aber wissen sie nicht wie. Viele brauchen Qualifizierung, Know-how-Transfer, Methodenwissen oder beratende Fachleute. Dabei gibt es in Westfalen ganz bestimmt für jede Frage schon einen Experten oder eine Expertin in anderen Projekten, von denen man nichts weiß. Deshalb braucht es gut ausgebaute Kooperationsstrukturen unter den lokalen Akteuren. Vor diesem Hintergrund hat die Westfalen-Initiative in Kooperation mit der Stiftung BürgerMut die Internetplattform westfalenbeweger.de entwickelt. Mit Hilfe dieser Plattform wollen wir die Herstellung von Kontakten ermöglichen und so neue Ideen und Wissen fördern, eine Plattform für projektinterne Kommunikation und für die Kooperation zwischen Akteuren und Interessierten bieten. Wir wollen informieren, beraten und unterstützen, wenn es um die Lösung konkreter Probleme geht. Wir wollen den Transfer von beispielhaften Projekten gezielt beschleunigen und ausweiten, gute Beispiele und bewährte Lösungswege bekannt machen. Es muss nicht jeder immer wieder das Rad neu erfinden. So wollen wir interessierte Menschen für bürgerschaftliches Engagement gewinnen und langfristige Wirkungen erzielen.

 

Motive für Ehrenamt ändern sich

Vereine und Verbände, Organisationen und Institutionen, die auf die Mitarbeit ehrenamtlicher Kräfte setzen, müssen sich umstellen. Denn deren Motive und Erwartungen für ihr Engagement wandeln sich immer stärker. Die Menschen wollen sich vorrangig mit dem Inhalt ihrer Arbeit identifizieren, diese mit Blick auf die zeitliche Dauer selbstbestimmt ausüben und sich weniger als Mitglied in vorgegebene Strukturen und hierarchische Ordnungen pressen lassen. Das war die zentrale Botschaft von Heinz Janning an die Verantwortlichen zahlreicher Organisationen, die zum jüngsten Workshop im Rahmen der Ehrenamts-Förderprojektes „Westfalen bewegt“ gekommen waren. Dabei drehte sich alles darum, wie Ehrenamtler gewonnen und bei der Stange gehalten werden können.

„Was benötigen interessierte Menschen, damit sie sich für unser Anliegen engagieren“, formulierte der ehemalige Leiter der Freiwilligenagentur Bremen die aus seiner Sicht zentrale Frage. Wer sich heute ehrenamtlich engagiere, der tue dies weniger im Sinne einer uneigennützigen Pflichterfüllung. Er verstehe seinen Einsatz vielmehr immer stärker als Teil der Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung sowie als Möglichkeit, neue soziale Kontakte zu knüpfen und sich in Netzwerke als gleichberechtigter Partner einzubringen. Diese Menschen, bekräftigte Janning, wollen mitbestimmen und mitgestalten, und sich nicht zu reinen Erfüllungsgehilfen degradieren lassen. Janning stützte seine Aussagen auf Analysen und wissenschaftliche Untersuchungen und verwies darauf, dass Jugendliche überhaupt nur zum ehrenamtlichen Engagement bereit sind, wenn es sich mit Individualismus verknüpfen lässt. Außerdem müsse der Einsatz sich für Jugendliche lohnen, Spaß machen, dem Ego gut tun und sichtbar sein, so der Referent.

Einen ganz handfesten Aspekt der Ehrenamtsarbeit beleuchtete Gabriele Gahrmann-Arndt mit ihren Ausführungen über Fragen des Versicherungsschutzes beim bürgerschaftlichen Engagement. Dieser Aspekt kann nach Angaben der Direktionsbevollmächtigten der Westfälischen Provinzial Versicherung Aktiengesellschaft durchaus von „existenzieller Bedeutung“ sein. Denn „der Fantasie hinsichtlich möglicher Gefahren sind leider auch beim Ehrenamt keine Grenzen gesetzt“. Gahrmann-Arndt ging dabei auf Vermögensschadenhaftpflicht- und andere spezielle Versicherungen ebenso ein wie auf die Versicherung des Landes NRW für den Bereich Unfall-und Haftpflichtversicherung.