Die Projekte
Jonas Zorn auf der Bühne der Nachwuchsbands beim Eurocityfest


Westfalen rockt – die Szene vernetzt sich

 

Wie wichtig Musik für junge Menschen ist, muss nicht betont werden. In Westfalen engagieren sich unglaublich viele Jugendliche in der Musik, spielen Instrumente, gründen Bands und nutzen ihre Freizeit kreativ. Unendlich viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit werden hier geleistet. Um die Möglichkeiten für die jungen Menschen zu verbessern, damit sie mehr Auftritts-, Aufnahme- und Übungsmöglichkeiten bekommen, hat sich ein Internet basiertes Netzwerk gegründet. Gemeinsam mit der Stiftung Westfalen-Initiative und unterstützt vom Kulturamt der Stadt Münster sowie dem Landesmusikrat NRW hat der Verein ProKuS  (Projekte der Kultur- und Sozialarbeit e.V.) die Initiative ergriffen, die Akteure der Region über die Internetplattform www.muensterbandnetz.de miteinander zu vernetzen. Das Netzwerk soll  regionalen Bezug haben und die Kreise Münster, Steinfurt, Coesfeld, Warendorf und Borken einbeziehen. Eine spätere Ausdehnung auf andere Regionen Westfalens war für das letzte Drittel des Projektzeitraums (2011) geplant.

Zentral ist die Kommunikation: Durch die Kooperation mit freien Initiativen, privaten und gewerblichen sowie öffentlichen Trägern der Jugendkulturarbeit sollen bestehende Ressourcen konzentriert und gebündelt werden. 

Wie in anderen Projekten auch stand am Anfang eine Bestandsaufnahme:  Zu Beginn wurde zunächst die Datenbank der Internetseite www.muensterbandnetz.de überarbeitet. Die Internetplattform wurde zudem um weitere Features erweitert und dient nun als zentrale Kommunikationsplattform für die Musikinteressierten aus der Region Münsterland.

Die ausgedehnte Öffentlichkeitsarbeit, die die durchgeführten Projektbausteine begleitete, führte zu einer Steigerung des Bekanntheitsgrades, einem wachsenden Medieninteresse und einer deutlich höheren Nutzung durch User aus dem Münsterland.

Aktuell gehören 24 Initiativen, Vereine und Institutionen aus dem Münsterland dem Netzwerk an, weitere haben ihr Interesse an einem Engagement bekundet. Das Bedürfnis nach einem Kennenlernen und dem thematischen Austausch war sowohl bei den „Vor-Ort-Besuchen“ in den Kreisen als auch bei dem zentralen Treffen in Münster deutlich zu spüren. Dabei sind die Teilnehmenden auch bereit, eigene Ressourcen zur Verfügung zu stellen und sich so aktiv an der Gestaltung und Weiterentwicklung des Netzwerks zu beteiligen.

Neben interessierten Musiker/-innen und Bands aus der Region Münsterland beteiligen sich immer mehr gemeinnützige, gewerbliche und private Anbieter der Musikbranche an dem Projekt. Im nächsten Schritt wurde das Modell Musiknetzwerk Münsterland in anderen Regionen Westfalens vorgestellt. Damit erfolgte eine Orientierung auf die an das Münsterland angrenzenden Regionen wie z. B. Ostwestfalen-Lippe, das nördliche Ruhrgebiet und das Sauerland. Gespräche über eine Übertragung des Modells auf andere Regionen wurden u.a. mit dem Studio Stellwerk Witten, der Rockakademie Ostwestfalen-Lippe, der Kulturwerkstatt Paderborn, dem Arbeitskreis Kulturförderung Bochum, der Wirtschaftsförderung Hattingen und dem Kulturbüro Hagen geführt. Diesen Institutionen wurde angeboten, die Ressourcen des Musiknetzwerks Münsterland (Homepage, Datenbanken, Logistik etc.) zu nutzen und die gemachten positiven wie negativen Erfahrungen in die Planung mit einfließen zu lassen. Die Gesprächspartner waren durchweg von der Idee einer Westfalen-weiten Vernetzung angetan und boten auch konkrete Kooperationen an. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, die Zusammenarbeit auf ganz NRW auszudehnen und diese auch von Landesinstitutionen unterstützen zu lassen.